Love your Haters

Wie du konstruktiv mit Kritik umgehst

Als ich diesen Blog gestartet habe, hatte ich Angst vor negativer Kritik. Zu diesem Zeitpunkt hätte mich Kritik wahrscheinlich noch umgeblasen und ich hätte sofort alles hingeschmissen. Ich glaube daran, dass wir immer nur soviel aufgebürdet bekommen, wie wir ertragen und vielleicht bin ich deshalb anfangs mit Kritik von Außen verschont geblieben. Wir ernten im Laufe  unseres Lebens häufig Kritik. Wir werden von Lehrern, Mitschülern oder der eigenen Familie kritisiert. Und natürlich kritisieren wir auch selbst gerne unsere Mitmenschen. Kritik ist nicht unbedingt etwas schlechtes, sie kann uns viel über uns selbst und andere sagen. Werden wir oft kritisiert, ist das sehr schmerzhaft. Wir fühlen uns entwertet und denken, dass wir nicht gut genug oder nicht liebenswert sind. Wenn du auch so denkst, dann kann ich dir Folgendes schonmal sagen – es ist absoluter Bullshit! Du bist genug! Du bist wertvoll und du bist liebenswert!

Love your Haters

Love your Haters – denn die Kritiker motivieren mich heute dazu, diesen Artikel zu schreiben. Ich möchte mich hiermit bei der Facebookgruppe „Veganer Humor“ für den warmen Empfang in der Community bedanken 😉 Vermutlich kam bei euch mein Beitrag 6 knallharte Fakten – wie vegan werden mein Leben verändert hat nicht so gut an und wurde als Werbung interpretiert. Ich bin sehr dankbar für die Kommentare zu meinem Post, die mich dazu inspiriert haben, diesen Artikel zu schreiben. Natürlich habe ich mich zuerst total verletzt, gekränkt und missverstanden gefühlt und der Drang zu reagieren und mich zu rechtfertigen war ziemlich stark.

Hälst du dich selbst zurück aus Angst vor Kritik? Oder aus Angst, missverstanden zu werden oder nicht dazu zu gehören?

Heute habe ich den Onlinekurs „The Art of Vulnerability“ von Connie Biesalski  gemacht und bin auf die Lektion „Umgang mit Kritik“ gestoßen. Da fiel mir mein Erlebnis vom Vortag wieder ein. Ich realisiere, wie verletztend es ist, missverstanden und verurteilt zu werden. Und wie dankbar ich bin, dass mir jemand meine inneren Wunden aufzeigt. Denn du kannst nur getroffen werden, wenn diese innere Wunde noch nicht geheilt ist. Und ich bin so dankbar, dass ich heute die Möglichkeit habe, wieder ein Stück mehr zu heilen und diesen Artikel schreiben zu dürfen. Mein Blog begleitet mich wie ein kleiner Therapeut. Und natürlich bin ich sehr verbunden mit der Hoffnung und dem intensiven Wunsch, dass sich irgendwo da draußen jemand berührt fühlt von meinen Worten. Ich möchte dich dazu inspirieren, deine Leidenschaft zu leben und zu heilen. Und ich hoffe, dass auch du den Mut hast, dich zu öffnen und deine Story zu teilen.

1. Es ist okay, Angst zu haben. Tu es trotzdem!

Ich weis, es ist hart kritisiert zu werden. Aber was ist die logische Schlussfolgerung? Wir versuchen, es jedem recht zu machen und jedem zu gefallen. Indem wir uns verbiegen, verwässern wir unsere eigene Authentizität. Wir stellen unser Licht unter den Scheffel und hindern uns selbst daran, zu wachsen. Dahinter steht das tiefe Bedürfnis, angenommen und geliebt zu werden. Folge deiner Angst, das ist der Beste Weg, im Hamsterrad zu bleiben! Es ist allein deine Entscheidung, wie du dein Leben lebst. Ich wünsche mir, dass du dir so viel wert bist, deinen Traum zu leben. Deine Lebenszeit ist kostbar, nutze sie um dich weiter zu entwickeln. Folge der Liebe und deiner inneren Stimme und verschwende keine Energie an limitierende Glaubenssätze.

2. Deine Kritiker sagen mehr über sich selbst aus, als über dich.

„What You Think of Me is None of My Business“ (Was du von mir denkst, geht mich nichts an)

Terry Cole-Whittaker

Wenn Menschen dich kritisieren, sagen sie im Grunde viel mehr über sich selbst aus, als über dich. Menschen mögen sich von dir angegriffen fühlen, obwohl du einfach nur du selbst bist. Vielleicht wären deine Kritiker gerne selbst da, wo du im Moment stehst. Wir fühlen uns getroffen von bestimmten Verhaltensweisen, weil sie uns bestimmte Persönlichkeitsanteile zeigen, die wir nicht annehmen können. Versuche zu verstehen, was in deinem Gegenüber vorgeht, wenn er oder sie dich kritisiert. Was will er eigentlich damit sagen? Und hat das Gesagte wirklich etwas mit dir zu tun? Beobachte genau, ob das Gesagte deiner Realität entspricht und ob es wahr ist. Gehst du damit in Resonanz? Je besser du dich selbst kennst, annimmst und liebst, desto mehr wirst du dein Gegenüber verstehen und desto resistenter wirst du gegen Kritik.

3. Du bleibst nicht verschont

Es gibt keine Möglichkeit, Authentisch und fokussiert zu sein, zu wachsen und gleichzeitig von allen gemocht zu werden. Kennst du eine berühmte Persönlichkeit, die ihre Werte aus Überzeugung gelebt hat und dafür kritisier oder sogar gehasst wurde? Mir fallen spontan 5 Menschen ein, drei davon mussten für ihre Überzeugungen sogar ihr Leben lassen. Wenn du diese Welt verändern willst und dich in deinem ganzen Licht erstrahlen lässt, dass wirst du auch kritisiert werden. In seinem Talk „Love the Haters“ sagt Tim Ferris, dass du davon ausgehen kannst, dass  10 Prozent der Menschen, die du erreichst einen Weg finden, alles persönlich zu nehmen. Sie fühlen sich angegriffen und kritisieren dich dafür. Es ist einfacher und weniger schmerzhaft einen Sündenbock zu finden, als an sich selbst zu arbeiten. Ich kann dir diesen charismatischen Talk von Tim Ferris sowie sein Buch „Die 4 Stunden Woche“ sehr empfehlen.

4. Konzentriere dich auf deine Supporter

Kennst du das? Du bekommst 100 wundervolle Kommentare, Feedbacks oder Mails. Und dieser eine, fiese Kritiker haut dich so um, dass du nur noch daran denken kannst. Wie blöd ist das eigentlich? Nicht nur, dass du deine Gedanken an diese Menschen verschwendest – womöglich lässt du dich auch noch auf deren Niveau herab und kommentierst wutentbrannt zurück. Vor allem bei Face to Face Diskussionen ist es schwer, sich auf die eigene Atmung zu konzentrieren, wenn das Feuer einmal brennt. Trotzdem hast du immer die Wahl. Wenn du mit Shitstorm konfrontiert bist, kannst Kommentare oder Mails löschen, aus Gruppen austreten und Hater ignorieren. Du sparst damit Energie und Zeit, die du mit den Menschen verbringen kannst, die dich unterstützen. Menschen, die sich mit dir freuen, dich verstehen und deine Erfolge feiern.

5. Nimm dir Zeit zu spüren

Blockieren, löschen und ignorieren ist natürlich eine Option, die dir immer frei steht. Natürlich steht dir auch die Option frei, zu reagieren. Du bist ein freier Mensch mit freiem Willen! Niemand kann dir sagen, was du zu tun hast. Du entscheidest selbst, was du tust! Beobachte dich achtsam bei all deinen Handlungen. Sind es diese Kritiker wirklich wert, dass du deine wertvolle Lebenszeit und Lebensenergie daran verschwendest, sie zu attackieren? Leistest du mit deiner (re)-Aktion einen wertvollen Beitrag, sowohl für dich, als auch für andere Menschen? Wenn du durch Kritik verletzt bist, dann zeigt dir dein Kritiker eine wunderbare neue Möglichkeit auf, zu heilen. Er zwingt dich, genauer hinzuschauen, wo deine Verletzung ist. Diese Verletzungen bergen ein riesiges Potential! Beobachte, welche Emotionen in dir aufsteigen. Fühlst du dich traurig? Einsam? Wütend? Wo in deinem Körper spürst du den Schmerz? Tu das, während du deinen Atem beruhigst.

 Fazit

Das Bild, was sich andere von dir machen, ist kein Selfie

Deine Kritiker sagen mehr über sich selbst aus, als über dich. Wenn Menschen dich angreifen, dann zeigen sie sehr viel von sich selbst. Ihre eigene Verletzlichkeit, ihre Ängste, ihre Meinungen, ihre Sicht auf die Welt und ihre Bedürfnisse. Wenn du mit deiner eigenen Verletzlichkeit im Reinen bist, dann kannst du hören, was hinter einer Kritik steckt. Sieh dir dazu diesen wunderbaren Workshop von Marshall Rosenberg über gewaltfreie Kommunikation an:

Beobachte dich selbst

Statt zu reagieren, gehe in dich! Bleib bei deinem Gefühl. Nimm dir Zeit dafür, spüre tief hinein. An welcher Körperstelle tut es weh? Welche Gedanken steigen in dir auf? Welche negativen Glaubenssätze sind in deinem Kopf? Woran erinnert dich dieser Schmerz?

Verabschiede dich von Energiefressern

Fokussiere dich auf die Menschen, die dir gut tun. Teile deine Erfahrungen, deinen Schmerz und deine Emotionen mit diesen Menschen. Du wirst so viele wertvolle, tiefe Verbindungen erschaffen…

Eliminiere schädliche und energieraubende Informationen, Menschen, Dinge und Nahrungsmittel. Das heißt nicht, dass du es dir in deiner Kompfortzone gemütlich machen darfst. Es heißt lediglich, dass du deine Energie für Dinge sparst, die dir wichtig sind und dich voran bringen. Und dass du Zeit mit den Menschen verbringst, die dich glücklich machen, wertschätzen und inspirieren. Überlege gut und entscheide weise, worin du deine Lebenszeit und deine Lebensenergie investierst. Denn diese Ressourcen sind die wertvollsten, die du hast!

Raus aus der Dualität

Bedenke, dass du nicht aufgrund einer einzelnen Erfahrung eine Schublade erschaffst und dein Denken damit beschränkst. Nicht alle Veganer haben einen fragwürdigen Sinn für Humor 🙂 Und wer weis, warum dir diese Situation gerade begegnet ist. Sieh dieses Ereignis als Chance, dich selbst weiter zu entwickeln. ♥

Lerne dich selbst kennen

Je besser du dich selbst kennst, desto resistenter wirst du gegen Kritik.

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